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Verteidigung gegen (Insolvenz-) Anfechtung,

§§ 129-147 InsO 

Mithilfe der Insolvenzanfechtung versucht der Insolvenzverwalter Vermögensverschiebungen, welche vor Insolvenzeröffnung vorgenommen wurden, rückgängig zu machen. Dabei bedient sich der Insolvenzverwalter meist seiner hausinternen Prozessabteilung, die sich hauptsächlich mit der Beitreibung von Anfechtungs- und Haftungsansprüchen beschäftigt.

Ich habe jahrelang in einer mittelgroßen Insolvenz- und Verwalterkanzlei gearbeitet und habe in dieser Zeit hunderte von Insolvenzanfechtungsverfahren betrieben, sei es im Angriff als Vertreter des Verwalters oder in der Verteidigung als Vertreter des Anfechtungsgegners.

Mit der Insolvenzanfechtung können auch Vorgänge angegriffen werden, die dem Betroffenen alltäglich anmuten wie die Schaffung einer Aufrechenlage oder die Unterstützung von Familienmitgliedern. Möglich ist dabei nicht nur eine Anfechtung von Vorgängen im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Insolvenz, im Extremfall können Vorgänge angefochten werden, die 10 Jahre vor der Antragsstellung liegen.

Zeitpunkt Anfechtungsgründe
Bis zu 10 Jahre vor Antragstellung § 133 InsO vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung § 135 I Nr. 1 InsO (Sicherung der Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens)
Bis zu 4 Jahre vor Antragstellung § 134 InsO (unentgeltliche Leistung)
Bis zu  2 Jahre vor Antragstellung § 133 II InsO (entgeltlicher Vertrag mit einem nahestehenden Person)
Bis zu 1 Jahr vor Antragstellung § 135 I Nr. 2 InsO ( Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens) § 136 InsO (Einlagenrückgewähr oder Erlass des Verlustanteils eines stillen Gesellschafters)
Bis zu 3 Monate vor Antragstellung § 130 I Nr. 1 InsO ( bei Kenntnis des Gläubigers von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners) § 143 I Nr. 1 InsO (unmittelbar nachteilige Rechtshandlung und Kenntnis des Gläubigers von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners)
2-3 Monate vor Antragstellung § 131 I Nr. 2 InsO (Inkongruente Deckung bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners) § 131 I Nr. 3 InsO (Inkongruente Deckung bei Kenntnis des Gläubigers von der Gläubigerbernachteiligung)
Bis zu 1 Monat vor Antragstellung § 131 I Nr. 1 InsO (Inkongruente Deckung)
   
Nach der Antragstellung sind alle Anfechtungstatbestände anwendbar. Rechthandlungen, die nach Verfahrenseröffnung vorgenommen wurden, können anfechtbar sein, wenn sie entgegen §§ 80, 91 InsO wegen Gutglaubensschutz wirksam sind.
  • Vertragsverhältnisse in der Insolvenz
  • Masseschuld, Masseverbindlichkeit
  • Wahlrecht des Insolvenzverwalters (§ 103 InsO)
  • Arbeitsrecht in der Insolvenz, insbesondere Kündigungen und Betriebsübergang
  • Gesellschaftsrecht in der Insolvenz
  • Stammkapital
  • Eigenkapitalersatz
  • Abwehr von Haftungsansprüchen der Vorstände und Geschäftsführer

Bis zu 10 Jahre vor Antragstellung

§ 133 InsO vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung § 135 I Nr. 1 InsO (Sicherung der Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens

Bis zu 4 Jahre vor Antragstellung

§ 134 InsO (unentgeltliche Leistung)
Bis zu  2 Jahre vor Antragstellung § 133 II InsO (entgeltlicher Vertrag mit einem nahestehenden Person)
Bis zu 1 Jahr vor Antragstellung § 135 I Nr. 2 InsO ( Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens) § 136 InsO (Einlagenrückgewähr oder Erlass des Verlustanteils eines stillen Gesellschafters)
Bis zu 3 Monate vor Antragstellung § 130 I Nr. 1 InsO ( bei Kenntnis des Gläubigers von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners) § 143 I Nr. 1 InsO (unmittelbar nachteilige Rechtshandlung und Kenntnis des Gläubigers von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners)

2-3 Monate vor Antragstellung

§ 131 I Nr. 2 InsO (Inkongruente Deckung bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners) § 131 I Nr. 3 InsO (Inkongruente Deckung bei Kenntnis des Gläubigers von der Gläubigerbernachteiligung)
Bis zu 1 Monat vor Antragstellung § 131 I Nr. 1 InsO (Inkongruente Deckung)
  
  
Rechtsanwalt
Dr. Andreas M. Kramp
Berliner Platz 6
74072 Heilbronn
Tel. 07131-9672-50
Fax 07131-9672-72

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