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Haftungsansprüche in der Insolvenz

Die Haftung von Vorständen, Geschäftsführern, Gesellschaftern und Inhabern wird vor allem im Insolvenzfall relevant. Routinemäßig prüft und verfolgt der Insolvenzverwalter solche Ansprüche. Aber auch bei einer Abweisung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse können Gläubiger solche Ansprüche pfänden und selbst verfolgen. Die Abwehr und die Vermeidung von persönlichen Haftungsrisiken ist eine komplexe Aufgabe. Regelmäßig ist dazu die Hilfe eines sowohl auf Insolvenzrecht als auch auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Beraters erforderlich. Dieser sollte möglichst frühzeitig eingeschaltet werden. Nicht beratene Geschäftsführer und Gesellschafter geben dem Insolvenzverwalter häufig in der ersten Besprechung die Informationen an die Hand, welche dieser für die Verfolgung der Ansprüche der Insolvenzmasse benötigt. Betroffene sollten sich dabei nicht von der freundlichen Atmosphäre der ersten Termine mit dem Insolvenzverwalter täuschen lassen. Spätestens vor Abschluss eines Insolvenzverfahrens werden die Haftungsansprüche der Betroffenen überprüft und geltend gemacht.

Diese Haftung kann auch redliche Betroffene treffen. Die Anforderungen an die Betroffenen vor allem in der Krise sind sehr hoch. Daraus folgen hohe zivilrechtliche und strafrechtliche Gefahren für die Geschäftsführung, welche oft zu existenzbedrohenden Haftungsfällen führen.

Folgende Ansprüche werden von den Insolvenzverwaltern regelmäßig geprüft und geltend gemacht:

  • Haftung der Geschäftsführer und Vorstände für Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife gemäß § 64 GmbHG, § 92 Abs. 2 AktG, § 130 a HGB
  • Verletzung der Pflicht zur ordnungsgemäßen Unternehmensführung gemäß § 43 GmbHG, § 93 AktG
  • Verletzung der Kapitalerhaltungsvorschriften gemäß §§ 30, 31 GmbHG
  • Anfechtung eigenkapitalersetzender Leistungen gemäß § 135 InsO

Daneben werden die Betroffenen häufig auch von Gläubigern der Insolvenzschuldnerin in Anspruch genommen. Vor allem öffentliche Gläubiger verfolgen aufgrund gesetzlicher Privilegierungen mit Nachdruck ihre Ansprüche:

  • Haftung der Vertreter für die Verletzung steuerlicher Pflichten gem. § 69 AO, vor allem wegen angeblicher Schlechterstellung des Fiskus gegenüber anderen Gläubigern
  • Haftung wegen unterlassener Abführung der Arbeitnehmeranteile zur Gesamt Sozialversicherung gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266 a Abs. 1 StGB
  • Haftung gegenüber ehemaligen Geschäftspartnern wegen Eingehungsbetruges gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB

Herr Rechtsanwalt Dr. Andreas M. Kramp ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Fachanwalt für Gesellschaftsrecht und hat langjährige Erfahrungen in der Beitreibung und Abwehr von Haftungsansprüchen in der Insolvenz.

 

Anwaltskanzlei
Dr. Andreas M. Kramp
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