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Die Beate Uhse AG aus Flensburg hat wegen „ drohender Zahlungsunfähigkeit“ am Freitag den 15.12.2017 beim Amtsgericht Flensburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beantragt. Betroffen hiervon ist bis jetzt die Holding und nicht die operativ tätigen Gesellschaften. Das Insolvenzantragsverfahren läuft beim Amtsgericht –Insolvenzgericht- Flensburg unter dem Aktenzeichen 56 IN 230/17.

 

Am selben Tag um 16:00 Uhr bestellte das Insolvenzgericht Herrn Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz, c/o White & Case Insolvenz GbR zum vorläufigen Sachwalter gemäß § 270a InsO. Das Insolvenzgericht untersagte gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 3 InsO Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen das Unternehmen und stellte bereits eingeleitete Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ein.

 

Der vorläufige Sachwalter soll – wie ein vorläufiger Insolvenzverwalter – prüfen, ob ein Insolvenzeröffnungsgrund vorliegt sowie ob eine für das Verfahren ausreichende Masse vorhanden ist. Im Übrigen hat er zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung vorhanden sind.

 

Als vorläufiger Sachwalter hat er des Weiteren die Tätigkeit der Geschäftsführung zu überwachen und bei Anhaltspunkten für Nachteile für die Gläubiger einzuschreiten.

 

Da bis jetzt nur die Holding betroffen ist, erfasst die Insolvenz lediglich 10 Mitarbeiter in Hamburg und Flensburg. Für diese wurde Insolvenzgeld beantragt. Insgesamt beschäftigt der Konzern ca. 350 Arbeitnehmer.

 

Die Beate Uhse AG kämpft bereits seit Jahren mit Schwierigkeiten. Vor allem die Konkurrenz im Internet sorgt seit 2006 für erhebliche Umsatz- und Gewinnrückgänge. Nach dem Börsengang sind auch schleswig-holsteinische Sparkassen in dem Unternehmen engagiert. Nach Mitteilung des Vorstandes war Anlass des Insolvenzantrages die gescheiterte Refinanzierung einer Unternehmensanleihe aus dem Jahre 2015 i.H.v. 30.000.000,00 €.

 

Der große Vorteil für die Unternehmensinhaber bei einer Eigenverwaltung liegt  darin, dass diese auch in der Insolvenz die Unternehmensleitung bestimmen können. Im Gegensatz zu einem normalen Insolvenzverfahren wird kein Insolvenzverwalter als „Alleinherrscher“ vom Insolvenzgericht installiert. Ziel einer solchen Eigenverwaltung ist die Sanierung des Unternehmens hauptsächlich mithilfe eines Insolvenzplanes. In letzter Zeit hatten auch bekannte Unternehmen wie der Fahrradbauer Mifa in Sachsen Anhalt, der Fernsehersteller Loewe aus Oberfranken und die Sport – und Freizeitgeräte Ikone Kettler im Sauerland erfolgreich eine Sanierung unter Eigenverwaltung durchlaufen. Dagegen ist die Eigenverwaltung bei der Fluggesellschaft Air Berlin gescheitert.

 

Für Fragen rund um die Eigenverwaltung und das Insolvenzverfahren steht Ihnen ihr Heilbronner Fachanwalt für Insolvenzrecht gerne jederzeit zur Verfügung.

 

Dr. Andreas M. Kramp

 

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